Chris Müller: Der sozialdemokratische OB-Kandidat

Autor: Nicolas Bahr über Wrycz Rekowskis Person und seine Pläne für Rostock

Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski, auf Wahlplakaten oft einfach nur als Chris Müller betitelt ist der Kandidat der SPD für das Rostocker Oberbürgermeisteramt. Am 15. Oktober letzten Jahres wurde er durch den erweiterten Rostocker Kreisvorstand einheilig nominiert. Aber wer ist das eigentlich? Wie sieht seine Lebensgeschichte aus und was sind seine Pläne und Ziele für Rostock, falls er der neue OB werden sollte?

Seit August 2014 bekleidet Wrycz Rekowski das Amt des Senators für Finanzen, Verwaltung und Ordnung und ist gleichzeitig der erste Stellvertreter des Oberbürgermeisters Roland Methling. Auf seiner eigenen Website beschreibt er sein Leben und seinen Werdegang: Geboren 1968 in Gera, machte er dort 1987 sein Abitur. Im darauffolgenden Jahr zog er mit seiner Familie laut eigenen Aussagen dann nach Rostock. Weiterhin studierte er Rechtswissenschaften und kann mittlerweile zwei Staatsexamen und einen Doktortitel aufweisen.

Ab dem Jahr 2006 war Wrycz Rekowski Beauftragter für den Haushalt in der Abteilung Staatshochbau und Liegenschaften des Finanzministeriums. Ab Oktober 2007 leitete er dann „[…] im landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften die allgemeine Abteilung […]“ (https://www.mvwr.de/%C3%BCber-mich.html).

Nun aber die wichtigen Dinge: Was hat er mit Rostock vor, falls er unser neuer OB werden sollte?

Das Börgerhus der AWO stellte ihm und einigen anderen Kandidaten eine Liste von Fragen, bezogen auf den Nordwesten Rostocks. Den IGA-Park stelle sich Wrycz Rekowski in Zukunft als eine Art Bürgerpark mit einigen Besonderheiten vor. Er denke dabei zum Beispiel an einen Biergarten, verschiedene Sportanlagen und ein saniertes Traditionsschiff. In Sachen Wohnen möchte er sich für veränderte Grundrisse und Neubauten in guter Qualität einsetzen. Fraglich ist jedoch, was „verändert“ und „gut“ in diesem Kontext genau heißen soll – es besteht noch Klärungsbedarf. Weiterhin wolle er Einkaufszentren stärken und ebenso kleinen Kunst- und Kulturprojekten Raum bieten. Gegenüber der AWO erwähnt er zudem, dass nachbarschaftliche Initiativen unter ihm als Oberbürgermeister unterstützt werden würden.

Aus seinem öffentlichen Wahlprogramm gehen einige weitere Punkte hervor:

  1. Bezogen auf die Rostocker Finanzen scheint sein Ziel für Zukunft die schwarze Null zu sein. Er möchte dafür sorgen, dass nicht mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird.
  2. Ein gewisses wirtschaftsliberales Denken kann aus Folgendem geschlossen werden: Er möchte Unternehmen in neue Geschäftsfelder investieren lassen und die Bürokratie unter keinen Umständen ausbauen.
  3. Die Wohnungspolitik konkretisiert er ein wenig und sagt, dass während seiner Amtszeit mindestens 1000 geförderte Wohnungen gebaut werden.
  4. Die Preise für öffentlichen Nahverkehr sollen moderat gehalten und die Verbindungen verbessert werden. Ein zusammenhängendes, durchgehendes Radweg-Netz wolle er ebenfalls umsetzen.
  5. In Bildung möchte er mehr Geld investieren, z.B. in Form von Technik, aber auch Musikinstrumenten, Büchern etc.

Eine weitere und nähere Auseinandersetzung mit seinen Plänen und Zielen würde an dieser Stelle zu weit führen, weshalb ich auf das Wahlprogramm von Wrycz Rekowski verweisen möchte: https://www.mvwr.de/programm.html.

Klar zu sagen ist, dass der SPD-Kandidat einige kostspielige Ziele in seinem Programm nennt, welche alle auf dem Fundament der schwarzen Null aufbauen sollen. Inwiefern dies wirklich realisierbar ist, bleibt abzuwarten.

Nicolas Bahr

Universität Rostock

MA Politikwissenschaft

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